RIVIERA VON MAKARSKA (DE)

RIVIERA VON MAKARSKA

MAKARSKA - "DAS TOURISTISCHE HERZ DALMATIENS"

Makarska- "die Herrin über Wald und Ufer", die Stadt mit er¬eignisreicher Vergangenheit und medi¬terraner Tradition, ist ein Teil der wun¬derschönen kroatischen Küste mit herr¬lichen Stränden im Schatten der hun¬dertjährigen Kiefer und Oliven. Am Fuß des trotzigen Berges Biokovo, auf seiner Sonnenseite, dem Meer zugeneigt, finden wir die reizen¬den Orte Brela, Baška Voda, Promajna, Bratuš, Krvavica, Tučepi, Podgora, Drašnice, Igrane, Živogošće, Drvenik, Zaostrog, Podaca, Brist und Gradac. Der küstenstreifen von makarska ist ein einzigartiges Fleckchen Erde, voll Sonne und Heiter¬keit, voll von einer wunderbaren Schönheit, die jahrhundertelang be¬steht, und die viele liebliche Buchten, herrliche Glockentürme, wertvolle Denkmäler und vor allem herzliche Menschen hervorgebracht hat. Die Küste, auch Riviera von Makarska genannt, ist der richtige Ort für Erholung, Freizeitgestal¬tung und alle Sportarten, an Land oder Wasser, unter Wasser oder in der Luft. Sie werden Ihre Freizeit gerne hier verbringen, sei es auf den Tennisplät¬zen, auf dem Surfbrett oder Wasserski, beim Tauchen in die Meerestiefen, oder beim Bergwandern über die Felsen von Biokovo. Zahlreiche Vergnügungsstät¬ten, Hotelterrassen und Diskotheken la¬den Sie ebenfalls ein, und bieten für je¬den eine Menge Spaß.... Makarska - ein Ort der Ruhe für müde Geister, Erholung für Nervöse, leckere, einheimische Küche für Gour¬mets, sportliche Herausforderung für Unternehmungslustige, geheimnisvol¬le Ecken für Neugierige, Entdeckungs¬freude für Künstler; das alles, und noch viel mehr schenkt Ihnen diese romanti¬sche Landschaft.

MAKARSKA - DAS ZENTRUM DES KÜSTENGEBIETS UND DER RIVIERA VON MAKARSKA

Schon lange ist Makarska das Zentrum der Mikroregion des Küstenge¬biets von Makarska, im verwaltungs-politischen, wirtschaftlichen, kulturel¬len, bildenden und seit der Mitte des 20. Jahrhunderts auch im touristischen Sinn. Heute ist Makarska eine Stadt mit mehr als 13 000 Einwohnern, zu der auch die malerischen Orte am Fuß des Berges Biokovo gehören, und zwar Veliko Brdo, Puharići, Kotišina und Makar, von dem der Name Makarska abge¬leitet wurde. Makarska gehört zu einem der be¬kanntesten touristischen Zentren an der kroatischen Adriaküste; seine Anzie¬hungskraft liegt vor allem im angeneh¬men Klima und schöner Natur, aber auch im vielfältigen Angebot für unsere Gäste, und in der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen. Der Sand- und Kieselstrand ist fast 2 km lang, und ist bis heute ein Kennzei¬chen der Stadt geblieben. Entlang der Spazierwege, die von Kiefern umsäumt werden, gibt es viele für Touristen inter¬essante Objekte wie gemütliche Hotels, Gaststätten und Restaurants mit gastro¬nomischen Spezialitäten, sowie ein reichhaltiges Angebot an Unterhaltung für Kinder und Erwachsene. Makarska befindet sich am Fuß des Bergmassivs Biokovo (1762 m) der die Stadt vor den Einbrüchen des kontinen¬talen Klimas beschützt; daher finden wir hier eine üppige Mittelmeervegeta¬tion mit warmen Wintern, und langen, warmen Sommern, die vom erfrischen¬den Wind Mistral (maestral) begleitet werden. Hier gibt es mehr als 2750 Sonnen¬stunden pro Jahr, und die Durchschnittstemperatur beträgt über 20 °C zwischen Juni und September; das glas¬klare Meer hat vom Juni bis Oktober ebenfalls eine Temperatur, die über 20 °C liegt. Die Stadt Makarska entwickelte sich um einen Naturhafen, der von der malerischen Halbinsel Sveti Petar und Kap Osejava eingeschlossen wird; es ist der größte und einzige Hafen dieser Art zwischen der Mündung der Flüsse Cetina und Neretva. Er gewährt einen siche¬ren Schutz und Unterkunft bei schlech¬tem Wetter, einst den Seeleuten, Piraten und Handelsleuten, und heute den Yachten, Segel- und Ausflugsbooten der Touristen. Diese Sicherheit trug dazu bei, dass er ein wichtiger Handels¬hafen wurde, besonders zur Zeit der ve¬nezianischen und türkischen Besat¬zung. Heute verkehrt von hier aus eine Fähre mehrmals täglich nach Sumartin auf der Insel Brač. Während der Sommerabende ist der Hafen voller Yachten und Ausflugsboote, und der Kačić Platz im Zentrum der Stadt quillt über von jungen Leuten, die hier bei den Unterhaltungs- und Kulturprogrammen ihren Spaß haben. Je später die Nacht, desto lebhafter ist es auf der Uferpromenade (Riva) in Makarska, und desto voller sind die Ca¬fes, Restaurants und Discos. Die Geschichte der Stadt kann man am besten im Franziskanerkloster ken¬nen lernen, das neulich sein 500-jähri¬ges Bestehen gefeiert hat. In seinen Räumen kann man eine Pinakothek, Bibliothek, ein einzigarti¬ges malakologisches Museum (Mu-schelsammlung) und das Institut "Berg und Meer" bewundern. Auf dem Kačić Platz befindet sich außerdem die Kirche des hl. Markus. An ihrer Nordseite, in der alten Schule, ist heute die Galerie Gojak, die städtische Bücherei, die Mu-sikschule und die Rundfunkstation "Radio Makarska rivijera" unterge¬bracht. Am Ufer gelangen wir zum Stadt¬museum und zur Kirche des hl. Philip. Im Park des hl. Petrus steht die gleich¬namige restaurierte Kirche, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, den großartigen Berg Bioko¬vo, und auf das Meer hat. Die Stadt Makarska liegt auf 43°17'38" Breitengrad und auf 17ol'20" östlichem Längengrad, also fast in der Mitte der nordwestlichen Hälfte des Küstengebiets von Makars¬ka.

DAS KÜSTENGEBIET VON MAKARSKA - DIE RIVIERA VON MAKARSKA

Unter dem Namen "Küstenstreifen oder Küstengebiet von Makarska" ist seit langem die Region bekannt, die sich in Richtung Nordwesten-Süd¬osten von Vrulje bis zur Mündung der Neretva bzw. bis Kap Višnjica erstreckt. Bei Vrulje erhebt sich der Berg Biokovo aus dem Meer, und Sv. Jure ist sein höchster Gipfel mit 1762 m Höhe. Das "Küstengebiet von Makarska" ist der geschichtliche Name, den das Volk seit langem in das untere von Vrulje bis Drvenik (Kačić Bach) und das obere von Drvenik bis Baćina teilt. Vom 12. Jahrhundert an nannte man es auch Krajina, ebenso wie im weitesten Sinn das Gebiet zwischen den Flüssen Cetina und Neretva. Im Küstengebiet liegen etwa zwan¬zig Ortschaften und kleine Dörfer, die meisten davon direkt am Meer, und nur ein kleiner Teil an den Südhängen des Biokovo. Die ersten Siedlungen entstanden unter dem Biokovo, hauptsäch¬lich wegen der leichteren Verteidigung vor ungebetenen Gästen, Piraten und Räubern, aber auch wegen der besseren Möglichkeiten beim Landbau und Viehzucht, denn das Vieh konnte man im Falle einer Bedrohung schnell im Wald oder auf dem Berg unterbringen und verstecken. Durch die Entwicklung des Touris¬mus in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ziehen die Einwohner zum Meer. Am Ufer werden neue Häu¬ser gebaut, und alte erweitert und reno¬viert. Die Hotels wachsen aus dem Bo¬den, und man schafft verschiedene Möglichkeiten für Urlaub und Erho¬lung. Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Touristen, und das Küstengebiet von Makarska erhält einen neuen Na¬men - Riviera von Makarska, zu der seit 1992 der gesamte Küsten-streifen gehört.

DIE ZEIT DER GESCHICHTE

Die Geschichte von Makarska und dem Küstengebiet reicht bis weit in die Vergangenheit, aus der wir Spu¬ren des Lebens in verschiedenen Sied¬lungen finden; dort lebten die Piraten Ardielier - illyrische Stämme - die nach 200 Kriegsjahren von den Römern im Jahr 228 unterworfen wurden, ebenso wie auch der Stamm der Dalmaten. Da¬von zeugen zahlreiche Grabsteine, die wir überall am Küstenstreifen finden. Aus der römischen Zeit sind Grab¬inschriften, Grüften, Münzen und Schmuck erhalten geblieben, sowie auch einige "villae rusticae", Land¬häuser, die den römischen Veteranen gehörten. Doch etwas später zerfiel das Römische Reich im Ansturm der germanischen Stämme. In der Zeit, als die Ostgoten in Dalmatien herrschten (493 - 555), gescha¬hen viele Dinge, die für Makarska be¬deutend waren. Das waren zunächst die Kirchenversammlungen der dal¬matinischen Kirche in Salona im Jahr 530 und 533; die letztere ist besonders wichtig, denn unter den Namen der Bi¬schöfe, die die Versammlungsurkun¬den unterzeichnet hatten, befand sich auch der Name "Stjepan", Bischof von Makarska. Im Jahr 548 sandte der gotische König Totila seinen Feldherrn Indulf nach Dalmatien. Die Goten gingen bei Muikura (heute Makar oberhalb von Makarska) an Land. Sie eroberten die Ortschaft, plünderten sie und töteten alle Einwohner. Ihre Eroberungszüge setzten sie bis nach Solin fort. Anfang des 7. Jahrhunderts drangen die Avaren und ihre Untertanen, die Slawen, in den Balkan ein und kamen auch bis nach Dalmatien. Im Jahr 614 plünder¬ten sie Solin, und gelangten wahr¬scheinlich bis nach Makarska. Die Avaren und Slawen wurden im Jahr 626 bei Konstantinopel geschla¬gen, und den Todesstoss gaben ihnen auf diesem Gebiet die Kroaten. "Ein Stamm der Kroaten" schrieb Kaiser Konstantinus Porphyrogenetus " mit¬samt dem Volk verließ die alte Heimat und kam nach Dalmatien, wo sie die Avaren vorfanden. Sie führten jahre¬lang Krieg mit ihnen, und schließlich besiegten die Kroaten die Avaren. Die einen ermordeten sie, und die anderen zwangen sie, sich ihnen zu unterwer¬fen. Seit der Zeit gehört dieses Land den Kroaten." Im 10. Jahrhundert erwähnte Por¬phyrogenetus die Pfarre Mokro im Fürstentum Neretva, das fünf Jahrhun¬derte lang eine unabhängige politische Einheit war. Die Einwohner betrieben Landwirtschaft, Weinbau, Handwerk und Fischfang, waren aber auch See¬leute und Piraten. Wegen der Seeräuberei und An¬griffen auf die venezianischen Schiffe mussten die Venezianer oft den Für¬sten von Neretva einen Zoll errichten, um für ihre Handelsschiffe freie Fahrt zu erkaufen. Daher entschloss sich der Doge, mit den Neretvanern abzurech¬nen. Doch in der Seeschlacht bei Ma¬karska am 18. September 887 kam auch der Doge Peter Kandiano selber ums Leben. Die Neretvaner waren in der Zeit noch Heiden, und daher nannte man auch ihr Land "Pagania" (Land der Heiden). Sie nahmen das Christentum unter den letzten an - etwa um das Jahr 890. Die damaligen Mächte, Republik Venedig, die bosnischen Feudalherren und das türkische Reich, das nach We¬sten drang, wollten alle dieses für sie enorm wichtige Gebiet beherrschen. Nach dem Fall von Konstantinopel im Jahr 1204, als es in die Hände der Latiner kam, wurde Venedig stärker und entwickelte sich zur damals grö߬ten Seemacht. In gegenseitigen Abrechungen und Kämpfen um die Übermacht wurde die Verteidigungskraft der bosnischen Herrscher immer schwächer, was Ve¬nedig ausnutzte, und mit der Zeit fast alle dalmatinischen Städte, und damit auch den Küstenstreifen von Makarska, beherrschte. Im 15. Jahrhundert fielen die Tür¬ken ein und eroberten kroatisches Land und Städte. Unter die türkische Macht fiel auch das obere und untere Küstengebiet von Makarska mit Imotski; in den Jahren 1498/99 wurde Makarska selbst okku¬piert, und blieb die weiteren 185 Jahre in türkischen Händen. Damals wurde Makarska zum er¬sten Mal in türkischen Dokumenten des Kadi von Foča, Muhammed Musa, im Jahr 1502 erwähnt. Die Türken bauten in Makarska einen Hafen als ihren ein¬zigen maritimen Stützpunkt und Han-delszentrum, und betrieben Handel mit Dubrovnik und Venedig, importierten und exportierten verschiedene Güter und erzielten damit ziemliche Gewin¬ne, besonders vom Zoll auf die Einfuhr von Salz. Die Stadt selber sicherten sie mit drei Türmen, die mit Wehrmauern verbunden waren. Die Einwohner der Küstenregion jedoch, die an ihre Freiheit und Selbst¬verwaltung gewohnt waren, konnten sich mit dieser neuen Herrschermacht nicht anfreunden. In aller Heimlich¬keit schmiedeten sie Pläne, wie sie Wi¬derstand leisten konnten, um ihre Frei¬heit wieder zu erlangen. Die zentralen Plätze für solche Versammlungen wa¬ren meist die Klöster von Zaostrog, Živogošće und Makarska. Es fanden einige Volksaufstände statt, in denen man versuchte, das Land zu befreien. Der Zypernkrieg zwischen 1570-1573, in dem die christliche Flotte in der Schlacht bei Lepanto die türkische Flotte vollkommen besiegte und ver¬nichtete, war eine große Ermutigung und ein Grund, wieder einen Versuch zu unternehmen, sich von den Türken zu befreien. Die Vertreter der Küstenregion ver¬handelten deshalb während der türki¬schen Besatzung mit Venedig, um sich unter ihre Herrschaft zu unterwerfen, denn Venedig war ein christlicher Staat, und konnte helfen, die Küstenregion von den Türken zu befreien. Unter der Bedingung, 300 Taler jährlich an Venedig abzugeben, ging der Doge von Venedig auf diese Ver¬einbarung ein, und schickte 18 Galee¬ren, um Makarska gewaltsam zu befrei¬en, doch dieser Versuch schlug fehl. Die Zerstörung und Plünderung der Stadt, die darauf folgte, war noch schlimmer, und auf weitere 111 Jahre blieb Makarska unter der eisernen Hand der Türken. In der Schlacht bei Wien im Jahr 1683 schlug die europäische christliche Armee die türkische Militärmacht, und danach fing endlich die Befreiung der kroatischen Gebiete an. Im Jahr 1684 wurde auch Makarska frei. Nach der Angliederung der Kü¬stenregion an Venedig verlangten die Einwohner verschiedene Privilegien wegen ihrer Tapferkeit in den Schlach¬ten mit den Türken, denn sie wussten wohl, dass sie eine neue türkische In¬vasion als erste abwehren konnten und mussten. Venedig bestätigte die Privi¬legien und schenkte ihnen dazu noch verschiedene feudale Landgüter. Obwohl sich die feudalen Verhält¬nisse nicht bedeutend verändert haben, war doch die Zeit nach der Befreiung wichtig für den Erhalt der ethnischen, kulturellen und religiösen Identität. Im 18. Jahrhundert verzeichnete man auf dem Gebiet der Kultur und des Schulwesens viele gebildete und ge¬schulte Persönlichkeiten, unter ihnen auch den bekanntesten Volksdichter und Aufklärer, Andrija Kačić Miošić. Auch der Handel, Fischfang und die Landwirtschaft lebten nach der Befrei¬ung von den Türken in Makarska wie¬der auf. Im Haus des Bischofs wurde 1807 ein öffentliches Gymnasium gegrün¬det, wo die jungen Leute studieren konnten. Die Stadt entwickelte sich, trotz der ständigen Versuche Vene¬digs, diesen Fortschritt aufzuhalten. Durch den Vertrag von Campo-Formio vom 17. Oktober 1797 jedoch verzichtete Kaiser Franz I. auf Belgien und die Lombardei, und bekam dafür von Napoleon das venezianische Istri¬en und Dalmatien. Venedig existierte als Republik nicht mehr. Diese Nachricht löste in Makarska große Freude aus, denn Dalmatien kam somit unter die Herrschaft des kroatischen Königs. General Matija Baron Rukavina kam zusammen mit der kroatischen Armee nach Makars¬ka, und bestätigte den Küstenbewohnern alle alten Privilegien, die sie hat¬ten, und sie legten ihm dafür einen Treueschwur ab. Das kroatische Parlament richtete im Jahr 1802 eine Bitte an Kaiser Franz II, Dalmatien an Kroatien anzu¬schließen. Der Kaiser antwortete, "Er verschiebe wegen der momentanen Si¬tuation seine Entscheidung darüber bis auf weiteres". Er schickte seinen Ge¬sandten, den Grafen Thurn, um die Stadtverwaltung zu übernehmen. In die Volksschulen wurde die italieni¬sche Sprache eingeführt, und alles Kroatische wurde verboten. Die österreichische Herrschaft über Dalmatien blieb bis zum Friedensver¬trag von Breslau im Jahr 1805 bestehen, als Dalmatien nach dem Sieg von Austerlitz zu Frankreich kam. Napoleon schickte Vicko Dandolo nach Dalmatien, um die Verwaltung zu übernehmen. Dieser führte wirt¬schaftliche und gesellschaftliche Re¬formen ein. Als erster ließ er kroati¬sche Zeitungen erscheinen, die in ita¬lienischer und kroatischer Sprache verfasst waren ("II regio Dalmata -Kraglski Dalmatin"). Auch wollte er das Schulwesen entwickeln, um Dal¬matien zu italienisieren. Im Jahr 1808 fielen Istrien, Krain, einen Teil von Kärnten und Kroatien an Napoleon, und er schuf die "illyrischen Provin¬zen", zu denen auch Dalmatien ange¬hörte. Die Verwaltung übergab er sei¬nem General Marmont. Die Franzosen versuchten auch, vor allem das Schul¬wesen und die Wirtschaft zu fördern. Im Jahr 1813, als Napoleon in Rus¬sland geschlagen wurde, kam Dalma¬tien bis zum Jahr 1918 wieder zu Österreich. Der österreichische Absolutismus unter Fürst Metternich wurde wieder eingeführt, und dieser kündigte eine Verfolgung von all jenen an, die sich von freiheitlichen Gedanken hinrei¬ßen lassen würden. Von der Volks¬schule bis zur Akademie wurde die ita¬lienische Sprache gepflegt, und die Staatsbeamten befürworteten alles ita¬lienische, und verachteten die volks¬tümlichen Bräuche. Aber ein Wiedererwachen des Nationalbewusstseins und den Schwung der nationalen Wiedergeburt konnte keiner mehr aufhalten. Die Gemeinde von Makarska, als erste in Dalmatien, bestimmte im Jahr 1865, dass die Amtssprache von nun an Kroatisch sein sollte, und im Jahr 1884 wurde die kroatische Sprache auch im Gericht und allen Ämtern anerkannt. Die Küstenregion von Makarska erlebte düstere Zeiten auch während des Ersten und Zweiten Weltkriegs, die zu den tragischsten Zeitabschnit¬ten der kroatischen Geschichte gehö¬ren. Das neue Jugoslawien konnte auch nicht die Wünsche des kroatischen Volkes befriedigen, und die Versprechungen von einem besseren und gerechteren Leben blieben durch die undemokratische Verwaltung nur leere Worte. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch, durch die Ent¬wicklung des Tourismus, entwickelte sich auch das öffentliche Gesell¬schaftsleben, die Infrastruktur wurde verbessert, und das Küstengebiet von Makarska erlangte neue Bedeutung als ein wirtschaftliches, kulturelles und touristisches Zentrum des Landes. Anfang des Jahres 1990 wurden in Kroatien die ersten freien, demokrati¬schen und mehrparteilichen Wahlen abgehalten. Nachdem die Serben die demokratisch gewählte kroatische Re¬gierung und eine Reform Jugoslawiens nicht akzeptieren wollten, schlugen sie 1991 erbarmungslos zu, konnten aber Kroatien nicht unterwerfen. Das ganze Land erlitt während des Befreiungs¬krieges große Zerstörungen, und brach¬te viele Opfer, doch nach dem Kriegs¬ende entwickelt es sich nun als ein mo¬derner, demokratischer Staat.

DIE ENTWICKLUNG DES TOURISMUS

Die Anfänge des Tourismus im Küstengebiet von Makarska reichen bis ins Jahr 1905 und 1906 zurück, als die ersten Besucher hier ihren Urlaub verbrachten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass vie¬le Neugierige, Abenteurer, Entdecker und zufällige Besucher noch viel früher in dieser Gegend gewesen sind, deren Reisen nicht gewinnbringend waren, wie beispielsweise der Abt Alberto Fortis, der 1773/74 in fünf Stunden den Weg über den Berg Rilić von Drvenik bis Kokorić bei Vrgorac zu Fuß zurück¬gelegt hatte, um die Sitten und die Natur zu beschreiben, und die Ballade "Hasanaginica" aufzuzeichnen. Im Jahr 1838 beschrieb man zum ersten Mal einen Ausflug, den der sächsische König Friedrich August I. auf den Berg Biokovo unternommen hat. Im Jahr 1910 wurde in Makarska die Gesellschaft zur Verschönerung des Ortes gegründet, und zwar auf die In¬itiative von Ante Vuković, eines Ge¬sandten im Kaiserrat von Zadar für die Gemeinde Makarska. Vor Beginn des Ersten Weltkriegs, 1914, baute man in Makarska das Hotel "Osejava", dessen Eigentümer Petar Negrini war. In die Sommerfrische nach Podgora kamen Freunde der podgoraner Studen¬ten aus Prag, und im Sommer 1922 verbrachten tschechische Touristen in der Pension von Ing. Slavko Mrkušić in Podgora ihre Ferien. Auch in Podgora und Brela wurden 1923 Gesellschaften zur Verschöne¬rung des Ortes gegründet. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in der Gemeinde von Makarska schon 2802 Bettstellen, und zwar 734 in den Hotels, 559 in Pensionen und 19 in den Nebengebäuden der Hotels, die meisten davon natürlich in Makarska. Die Zahl der Besucher wuchs ständig, so dass man 1939 schon 9898 Touristen zählte, von denen 4786 ausländische Gäste waren. Die Wirtschaft wandte sich in den sechziger Jahren immer mehr dem Fremdenverkehr zu. Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Touristen, und da¬mit auch die Anzahl der Unterkünfte. Die Riviera von Makarska wurde zu ei¬nem interessanten Fremdenverkehrs¬ort, der alle Herausforderungen und Neuerungen des modernen Tourismus angenommen hat, der aber gleichzeitig sein Kulturerbe, seine Natur, Tradition und Vitalität voll bewahrten konnte. Fremdenverkehr und Gastronomie, verschiedene Handwerke, Gewerbe und Handel - das sind die wirtschaftli¬chen Ziele im Gebiet von Makarska. Heute gibt es hier attraktive touristisch¬gastronomische Objekte, wertvolle kulturhistorische Denkmäler und eine schöne, unberührte Natur, moderne Hotels, herrliche Strände und ein glas¬klares Meer; man kann sich mit allen Sportarten beschäftigen oder sich nur erholen, auf gut gekennzeichneten We¬gen zu den Gipfeln des Biokovo wandern, oder die einheimische Küche ge¬nießen; viele Manifestationen im Som¬mer wie alle Arten von Darbietungen, Vorstellungen, Turnieren oder attrakti¬ven Ausflügen tragen zusätzlich zu ei¬ner dynamischen Erholung bei. In den letzten Jahren, nämlich in der Saison 2001 und 2002, gewannen die Hotels an der Riviera von Makarska so¬wie die umliegenden Fremdenver¬kehrsorte bedeutende Preise und Aner¬kennungen für die Gestaltung der Ob¬jekte, Strände und Ortschaften, sowie für die Qualität des gastronomischen Angebots und der Dienstleistungen. Makarska und die Riviera von Ma¬karska stehen an der Spitze des kroati¬schen Tourismus, und können mit ihrer schönen Natur, und der Qualität des touristischen Angebots in modernen privaten Pensionen, Appartements und Villen bis hin zu den komfortablen Ho¬tels gewiss auch die verwöhntesten Wünsche zufrieden stellen, und mit ei¬nem freudigen "Willkommen" jeden begrüßen, der diese Gegend für seinen Urlaub, Sport und Erholung gewählt hat.

DIE RIVIERA VON MAKARSKA VOM LAND ODER MEER AUS ERREICHBAR

Auf welchem Weg auch immer wir in das Küstengebiet von Makarska gelangen, stets sehen wir vor uns ein großartiges Spiel der Natur - den monu¬mentalen Berg Biokovo in seiner gan¬zen, beeindruckenden Größe und Schönheit, der sich über der Riviera von Makarska erhebt, und wie ein unüber¬brückbarer Schutzwall für alle Siedlun¬gen an seiner Südseite da steht, die sich am Ufer wie eine Perlenkette am Fuß dieses Massivs aneinander schmiegen. Ankunft an die Riviera von Makarska per Schiff ist ein unvergessliches Erlebnis. In der Regel kamen bis zum Anfang der sechziger Jahre alle Reisenden und Touristen auf diese Weise hier an, und genossen den wunderbaren Ausblick, während sie sich den Landeplätzen näherten. Seit im Jahr 1965 die adriatische Touristenstrasse erbaut wurde, und vor allem in den letzten Jahren, haben nur noch die Nautiker das schöne Erlebnis, sich Makarska vom Meer aus zu nä¬hern; sie legen entweder in alten Häfen oder aber in den neu errichteten Mari¬nen an. Auf dem Landweg führt der Weg zur Riviera von Makarska vom Südosten, wenn man aus Ploče kommt, an den Seen Baćinska jezera und Baćina vorbei. Nach 12 km erreicht man den ersten Ort der Riviera, Gradac. Aus der nordwestlichen Richtung gelangt man zur Riviera von Omiš aus, überquert den Gebirgspass Dubci, wo bei Prisik (305 m) auch eine Strasse aus dem Lan¬desinneren von Šestanovci kommt. Die Anreise über den Berg Biokovo von Vrgorac aus, über den Steilhang Stupica, bietet einen besonders ein¬drucksvollen und unvergesslichen An¬blick, wenn sich nach dem verspielten und felsigen Biokovo plötzlich ein großartiges Panorama der Riviera vor unseren Augen entfaltet; nun liegen die Ortschaften Drašnice, Podgora, Tučepi, Makarska und Brela bis hin nach Split vor uns, und sogar die Inseln Brač, Hvar, Korčula und die Halbinsel Pelješac können wir sehen. Egal wie wir zur Riviera von Makarska gelangen, immer werden wir auf alte Ortschaften auf den Hängen des Biokovo treffen, und dort die ursprüngliche Architektur bewundern können: Häuser, von denen viele noch mit weißen Kalktafeln be¬deckt sind, alte Salzspeicher und Taver¬nen; am Meer dagegen finden wir Ort¬schaften mit neuen Hotels, Häusern und Villen, die sich harmonisch in archaische Fischerorte hineinfügen, in denen heute ein neues Leben pulsiert, aber das Erbe der Vorfahren nicht vergessen wurde.

MAKARSKA

Die größte Stadt der Riviera von Makarska mit mehr als 13 000 Einwohnern, nach der auch das ganze Küstengebiet von Gradac bis Brela und die ganze Riviera benannt wurde. Makarska ist der Gewinner vieler Auszeichnungen für die Verschöne¬rung der Stadt und ihrer Umgebung, und für die Qualität und Vielfältigkeit der gastronomischen und touristischen Dienstleistungen. Die letzten und höch¬sten Auszeichnungen kommen vom kroatischen Touristenverein für das Jahr 2001, nämlich die sog. "Blume für den Tourismus", der höchste Preis für die Qualität des Angebots im Hotelgewerbe und Gastgewerbe, sowie die "Blaue Blume" für die Verschönerung der Stadt. Makarska ist die Stadt, die vom Tourismus und für den Tourismus lebt, die Stadt der Jugend, des Sports und der Unterhaltung. Der Kultursommer bie¬tet eine Vielfalt von Programmen, Kon¬zerten, Ausstellungen und die attrakti¬ven Fischernächte, die die größte Zahl der Einheimischen und ihrer Gäste zur Uferpromenade (Riva) in Makarska an¬locken; da sind außerdem noch die Nacht der Kalelarga, und der Sommer¬karneval. In der Stadt gibt es neun Hotels: "Meteor" mit einem offenen Swim¬mingpool und einem Hallenbad, "Dalmacija" mit offenem Swimmingpool, "Rivijera", "Biokovo" und "Biokovka" mit dem Hallenbad, "Bonaca" und "Makarska", "Porin" und "Rosina", und zwei ältere Hotels, "Miramare und "Park", die nach einer totalen Rekon¬struktion im Jahr 2004 zu den anderen Hotels der hohen Kategorie ange¬schlossen werden; ferner gibt es in der Stadt noch Restaurants und Gasthäuser, Tavernen und Bierstuben, Pizzerias und Caffebars, Snackbars und Kondito¬reien, Geschäfte mit Sportzubehör, Parfümerien, Blumenläden, Goldschmie¬de und Filigrangeschäfte, Uhrmacher, Optiker, ein Autohaus, viele Dienstlei¬stungsbetriebe, Notarzt, Apotheken, Spezialisten-Arztpraxen und ein medi¬zinisches Reha-Zentrum, verschiedene Sportanlagen und Fitness-Centers. Den Fremdenverkehr gab es in Makarska aber schon viel früher, und zwar noch vor dem Bau des Hotels "Osejava" im Jahr 1914. Schon 1923 wurde die Gesellschaft zur Verschönerung der Ortschaft gegründet, und passte sich so¬mit den Wünschen der Gäste aus dem Inland und Ausland an. Der heutige Name der Stadt wurde zum ersten Mal 1502 erwähnt. Er kam von der Ortschaft Makar, der ältesten im Küstengebiet, und einst Sitz der ei¬nen von drei Gespanschaften (županija) im neretvanischen Fürstentum. Von der Bucht Plišćevac zum Hotel "Osejava" hin entwickelte sich eine Siedlung bzw. ihr zentraler Teil, von dem aus sich die Stadt dann konzen¬trisch ausweitete. Am Anlegeplatz ge¬hen Fischerboote, Ausflugsboote und Yachten vor Anker. Im westlichen Teil des Hafens kön¬nen an der Mole Fischerboote und Touri¬stenboote, sowie Yachten anlegen, und in der Nähe befinden sich Angelclubs und Segelclubs. Im Stadtzentrum, nahe an der Riva (Uferpromenade) ist der größte Stadt¬platz - Andrija Kačić Miošić Platz - mit seinem Denkmal in der Mitte, einem Werk des Bildhauers Ivan Rendić, das 1890 errichtet wurde. Auf dem Platz finden Veranstaltungen aller Art statt. Der Platz wurde nach dem bedeu¬tendsten Volksdichter benannt, nicht nur der Küstenregion von Makarska, sondern des ganzen kroatischen Vol¬kes, nämlich Andrija Kačić Miošić, dem Autor des am meisten gelesenen Buches in Kroatien nach der Bibel, das bis heute in 64 Auflagen erschienen ist. Das ist das bekannte Buch "Genehme Gespräche des slawischen Volkes" ("Razgovor ugodni naroda slovinskoga") Auf der Nordseite schließt die Kir¬che des hl. Markus aus dem Jahr 1766 den Platz ab. Hinter der Kirche befindet sich das alte Schulgebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, mit Elementen der Klassik und Neorenaissance. Heute finden wir darin die Stadtbibliothek, die Galerie Gojak, die Musikschule und die Rundfunkstation "Makarska rivijera". Auf dem Kačić Platz, zwischen dem Denkmal und der Kirche, steht ein ve¬nezianischer Springbrunnen aus dem Jahr 1775, als die Stadt eine Trinkwas¬serleitung bekam, auf der eine Warnung eingemeißelt steht, mit der hier das Wä-schewaschen und die Viehtränke ver¬boten war. In der Nähe des Hotels "Osejava" befindet sich das Sportzentrum mit Fußballplätzen und Rugbyplätzen, Basket¬ballplatz und Handballplatz, Tennisplatz u.a., sowie mit einer Sporthalle. In die¬sem Sportzentrum finden sich wegen der Annehmlichkeiten, die hier geboten werden, und der günstigen klimati¬schen Bedingungen, traditionell viele Sportmannschaften zum Wintertrai¬ning ein.

Das Franziskanerkloster

Das Franziskanerkloster der hl. Ma¬ria gründeten im Jahr 1502 die Franziskanermönche, die aus Bosnien (Bosna Srebrena) hierher kamen. Das zentrale Gebäude des Klosters wurde Ende des 16. Jahrhunderts gestaltet, und weitete sich mit der Zeit nach Süden aus. Für die Bedürfnisse der theologischen Hoch¬schule der Franziskaner wurde 1910 ein neues, zweistöckiges Gebäude errich¬tet, das ab 1944 als Ambulanz funktio¬nierte. Erst im Jahr 2002 wurde es den Franziskanern zurückgegeben. Das Kloster setzt sich aus zwei Klo¬sterhöfen und zwei Kirchen zusammen. Die Kirche, die 1502 als die alte er¬wähnt wurde, erlitt in den Kriegen im 15. und 16. Jahrhundert viele Zerstö¬rungen, brannte nieder, und wurde wie¬der renoviert. Neben der Kirche wurde 1715 ein vierstöckiger barocker Glockenturm errichtet. In der Kirche befin¬det sich ein monumentales Ölgemälde, "Das Jüngste Gericht", ein Werk des venezianischen Malers Antonio Molinari aus dem Jahr 1680. Da die alte Kir¬che für die Mönchsgemeinde und Gläu¬bigen zu klein wurde, baute man eine neue im altkroatischen Stil, die 1940 fertig gestellt wurde, und die, neben dem Glockenturm, und zusammen mit dem anderen Teil des Klosters, selbst einen kleinen Pseudo-Klosterhof bil¬det. Im Innenraum der Kirche dominiert ein großer Hochaltar mit dem Zibori¬um. Die Apsis wurde 1999 mit einem Mosaik geschmückt, für das man 7.500 000 Teilchen aus Muranoglas ge¬braucht hat. Im unteren Teil steht eine Pieta mit kroatischen Heiligen, und im oberen sehen wir Christus den All¬mächtigen. Im Laufe von fünf Jahrhunderten war das Kloster Mittelpunkt der Kultur und der Geistigkeit. Im Jahr 1708 wurde die philosophische Lehranstalt der Pro¬vinz von Bosna Srebrena gegründet, und im Jahr 1736 die theologische Lehranstalt und die theologische Hoch¬schule der Franziskaner. Das Kloster besitzt eine reiche Bi¬bliothek und Archiv mit etwa 50 000 Bänden und Zeitschriften; darunter be¬finden sich einige sehr wertvolle Inku¬nabeln, sowie das erste und älteste Do¬kument aus dem Jahr 1502, in dem der Kadi Muhammed aus Foca den Kloster¬bau erlaubt. Im Kloster gibt es außerdem eine Sammlung von Gemälden und Statuen, sowie eine Sammlung der Klosteranti¬quitäten. In den alten Kellern des Klo¬sters können wir heute das malakologische Museum besuchen, das 1963 er¬öffnet wurde, wo wir eine Sammlung von Muscheln und Schnecken aus allen Weltmeeren bewundern können: sie rief Pater dr. Jure Radić ins Leben, Theologieprofessor und Naturwissen¬schaftler. Das war das erste Museum dieser Art in Kroatien, und gehört zu den bekanntesten in der Welt. Auf der Uferpromenade steht die Kirche des hl. Philip aus dem Jahr 1758, die wegen ihrer Akustik und Stimmung ein idealer Ort für Kammermusikkon¬zerte ist. Das kleine Kirchlein des hl. Petrus aus dem 15. Jahrhundert steht auf der gleichnamigen Halbinsel. In einem Erdbeben 1962 wurde es zerstört, aber 1994 wieder erneuert. Auf dem Plateau vor der Kirche finden manchmal in der touristischen Saison Theatervorstellun¬gen und andere Veranstaltungen statt. Zur Kirche führt vom Hotel "Miramar" aus einem gepflegter und beleuchteter Weg. Im Stadtteil Zelenka geht der Bau eines Pastoralzentrums und einer neuen Kirche zu Ende, die der Königin des Friedens geweiht ist. Das Denkmal Napoleons steht bei der Zufahrt zur Stadt, wenn man aus der Richtung von Split kommt. Es wurde am Ufer, in der Nähe des Franziskaner¬klosters, zu Ehren des französischen Marschalls Marmont errichtet, aber 1918 versetzte es die damalige österrei¬chische Verwaltung, ließ die Widmung an Marschall Marmont auslöschen, und gravierte eine neue ein, die den österrei¬chischen Kaiser ehrte.

Kultur- und Lehranstalten, und Denkmäler

Das Mittelschulzentrum in Makarskaist ein Nachfolger der bürgerli¬chen Schule, die vor dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Heute be¬findet sich hier das Gymnasium, die Wirtschaftsschule und Gewerbeschule.

Theologische Hochschule der Franziskaner (von 1736 - 1999)

Die kroatische Kulturvereinigung (Matica Hrvatska) hatte schon 1877 einen Beauftragten in Makarska. Die Zweigstelle wurde 1971 gegründet, aber wegen der Repressionen der Regierung nach dem Ersticken des sog. "kroatischen Frühlings" (einer Protestbewegung gegen das Regime) wurde sie im gleichen Jahr durch einen Beschluss der kommunistischen Obergewalt verboten, um 1991 wieder erneuert zu werden, als Kroatien ein selbständiger, freier Staat wurde. Die Stadtbibliothek, das Archiv und die Bibliothek im Kloster. Das Stadtmuseum an der Uferpromenade im Haus Tonelli aus dem Ende des 17. Jahrhunderts im spätbarocken Stil bewahrt und sammelt Dokumente und Ausstellungsgegenstände aus der Vergangenheit der Stadt, und organisiert zeitweilig auch Ausstellungen. Das malakologische Museum befindet sich innerhalb des Franziskanerklosters und des Instituts "Berg und Meer". Galerie Antun Gojak. Der Kultursommer von Makarska - in der Organisation der Stadtverwaltung und des Touristen Vereins. Kino. Rundfunksender "Radio Makarska rivijera" - RMR. Zeitung "Makarsko primorje". Denkmäler:Auf Glavica im Zentrum der Stadt wurde 1974 ein Denkmal für die Gefallenen aus Makarska im Zweiten Weltkrieg errichtet. Auf dem Denkmal stehen die Namen aller Gefallenen, die aus dem Gebiet der Gemeinde Makarska stammten. Auf der Südseite des städtischen Friedhofs wird gerade ein Denkmal für die Gefallenen der kroatischen Armee aus dem Küstengebiet von Makarska errichtet, die im Unabhängigkeitskrieg gefallen sind.

Attraktive Naturlandschaften

Außer dem Andachtsort Vepric sind auch die bewaldeten Parks auf den Halbinseln Sveti Petar und Osejava für Besucher, Sportliebhaber und Natur¬liebhaber besonders attraktiv, von de¬nen man einen wunderschönen Blick auf die Stadt, das Meer, die Inseln, und auf das Bergmassiv Biokovo hat. Velo Brdo, Puharići, Makar und Kotišina sind Siedlungen am Fuß des Biokovo oberhalb von Makarska, aus denen die meisten Einwohner nach Ma¬karska umgezogen sind. Wenige von ihnen sind in den Ortschaften geblie¬ben, aber viele haben ihre alten Häuser renoviert, oder neue gebaut. Diese ma¬lerischen kleinen Orte mit ihrer ur¬sprünglichen, rustikalen Architektur und wunderbaren Ausblicken auf Ma¬karska, die Küste und die Inseln, zählen zu den beliebtesten Ausflugsorten. Wenn wir von Split aus auf der adriatischen Küstenstrasse nach Makarska kommen, treffen wir auf den Aussichts¬punkt Kuk, etwa 2 km vor der Stadt, von wo aus wir einen Blick auf das bewalde¬te Gebiet von Vepric und Cvitačka (Biloševac) über lang gestreckte Kieselstrände und Sandstrände bis zu den Halbinseln Sveti Petar und Kap Osejava haben, die den Hafen der Stadt einschließen.

Vepric

Von Kuk aus, nach etwa 500 m, kommen wir zum kroatischen An¬dachtsort Vepric, einer Nachbildung von Lourdes, in einer harmonischen Naturlandschaft an den Hängen des be¬waldeten Hügels, an dessen Fuß ein kleiner Bach rauscht, der dem Meer zu¬fließt. Den Andachtsort hat im Jahr 1908 der Bischof dr. Juraj Carić gegrün¬det, der auch hier begraben liegt. Die natürliche Grotte und die ganze hügelige Landschaft, zusammen mit der Vegetation und dem Bächlein erinnert lebhaft an Lourdes. Im Heiligtum finden wir eine Kapelle mit der Sakri¬stei, ein Altar auf dem Platz davor, Beichtstühle, den Kreuzweg, ein Heim für Meditationen und Prozessionswege. Wegen seiner natürlichen Schön¬heit und des Friedens, der hier herrscht, ist dieser Andachtsort das ganze Jahr über gut besucht, insbesondere aber an den Pilgertagen, dem 11. Februar, 25. März, 15. August, sowie 7. und 8. Sep¬tember.

Dubci

Über der Bucht Vrulja kommt man zur Riviera von Makarska aus der Rich¬tung von Omiš und Šestanovac. Unter dem Aussichtspunkt in der Bucht gibt es einige stark schäumende Trinkwas¬serquellen im Meer. Davon kommt der Name "Brela" (vrila oder vrela = Quel¬le), nach dem die damalige Siedlung Gornja Brela benannt wurde. Drei km hinter dem Pass Dubci fährt man durch ein paar Gehöfte, und erreicht dann durch einen Fichtenwald die Ortschaft Donja Brela, die aus den Gehöften am Meer zwischen Dubci und Baška Voda entstanden ist. Heute nennt man sie kurz nur Brela.

BRELA

Brela ist eine Ortschaft am Meer, eine Gemeindesiedlung mit 1770 Einwohnern. In den letzten Jahrzehn¬ten des 20. Jahrhunderts gehört es zu den exklusivsten und gesuchtesten touristischen Destinationen dank der attraktiven Naturlandschaft, und sau¬beren und romantisch ausgestatteten Sandstränden, neben denen sich Spa¬zierwege zwischen Fichten und an den modern eingerichteten Hotels entlang winden; die Hotels "Sohne", "Berulia" und "Maestral" mit Swimming¬pools im Freien, "Marina", Pensionen, Appartements, Villen, Restaurants und andere moderne Objekte verlokken zu einem Aufenthalt. Am Abend spielt auf den Terrassen der Hotels Musik, die bei den Gästen für eine be-sondere Stimmung sorgt. Hoch über Brela liegt eine rustikale Siedlung Kričak, wo man einheimische Spezialitäten kosten kann. Ein glasklares und sauberes Meer und das ökologische Bewusstsein rechtfertigen die vielen Preise, die der Ortschaft für den Tou¬rismus verliehen wurden. Schon vier Jahre lang trägt der Strand Punta rata die "Blaue Fahne", die größte internationale Anerkennu¬ng für die Sauberkeit des Meeres und der Landschaft, und seit 2001 trägt die¬sen Titel auch der Strand des Hotels "Berulia". Die Blaue Fahne wird am 5. Juni, dem Tag des Planeten Erde, gehisst, und ist immer ein festliches Ereignis. Am Tag des hl. Stephan wird auch der Tag der Gemeinde Brela begangen. Das alles schließt sich an die Tradi¬tion an, die im Jahr 1935 mit der Grün¬dung der Gesellschaft zur Verschöne¬rung der Ortschaft begann. Auf sandigen, terrassenartig ange¬legten und steilen Grundstücken haben die Einwohner von Brela ihre Exi¬stenz gegründet, indem sie Weinreben kultivierten, und Obstbäume mit der weltweit bekannten Sauerkirschsorte Maraska pflanzten. Durch die Ent¬wicklung des Tourismus hat das Inter¬esse für die Landwirtschaft merklich nachgelassen, aber in den Hausgärten werden nun Orangenbäume und Mandari¬nenbäume gezüchtet. Eine Festung über dem Gehöft Škrabići stammt aus der illyrischen Zeit; hier und in Sohne findet man auch einige Grabhügel, Keramikge¬genstände, altes Geschirr, Fragmente von Grabinschriften und Münzen aus der römischen Zeit, also dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. Das Kirchlein ist der Madonna vom Karmel geweiht, und wurde 1730 gebaut. Auf Biokovo oberhalb von Brela gibt es auch eine Festung, Hercegova utvrda, die im Volk auch "Jerceg" genannt wird.

BAŠKA VODA

Aus der einstigen kleinen Siedlung bei einer starken Trinkwasser¬quelle, wo sich von den Hängen des Biokovo unterhalb von Sveti Ilija im 18. Jahrhundert die ersten Siedler der Ortschaft Bast niederließen, nachdem die Türken vertrieben worden waren, und die 1434 erstmals schriftlich er¬wähnt wurde, ist eine große und be¬kannte touristische Ortschaft, und Gemeindesiedlung Baška Voda mit 2924 Einwohnern entstanden. In der touristischen Saison weilen in Baška Voda die meisten Touristen, die ihre Ferien an der Riviera von Makarska verbringen. Aufgrund der Überreste antiker Architektur ist es eine der ausgiebig¬sten Fundstätten der römischen Le¬bensart unterhalb des Biokovo, und man darf schließen, dass sich das alter¬tümliche Biston auf Gradina und um sie befunden hat, wo heute die Ortschaft Baška Voda liegt. Hier fand man Gräber mit Urnen, Lampen, Schmuck, Münzen des Alexander Severus Aurelian, Grabdenkmäler mit den Namen der 13 ältesten Einwohner von Baška Voda, worunter das schön¬ste dem unglücklichen Knaben Ursino gehört, der zwischen den Jahren 100 und 150 bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen ist. Biston war ein Halbgott, und der Urvater des Stammes der Bistonier, ein Sohn des Gottes Mars und der Quellengöttin Kallirrhoe (der Schönfliessenden). Mag sein, dass ihr Name alle zukünftigen Bezeichnungen, die mit Wasser zusammenhängen, be¬stimmt hat, so auch den heutigen Na¬men der Stadt Baška Voda (voda = Wasser). Das Kirchlein des hl. Laurentius (sv. Lovro), das 1750 errichtet wurde, war zu klein; daher begann der Bau einer neuen Kirche, die 1889 dem hl. Ni¬kolaus geweiht wurde, dem Schutzpa¬tron aller Reisenden und Seeleute. Bei der Kirche steht ein schöner Glocken¬turm. Baška Voda wurde zum ersten Mal im Jahr 1688 auf der Landkarte "Coranelli" unter dem Namen "Basca" er¬wähnt, als eine kleine Siedlung, in der hauptsächlich Landwirte und Fischer lebten. Im Jahr 1923 gründete man die Ge¬sellschaft zur Verschönerung der Ort¬schaft, und bis zum Zweiten Weltkrieg gab es hier einige kleinere Pensionen und das Hotel "Slavija". Heute findet man in Baska Voda die modernen Hotels "Slavija", "Hori¬zont" mit Hallenbad und offenem Swimmingpool, und "Milenij", die Bungalows "Urania" und das Familienhotel "Bakus". Innerhalb des touri¬stischen Komplexes Baško Polje befinden sich die Hotels "Hrvatska" und "Alem" mit einem Hallenbad. Baška Voda bietet sehr viele Mög¬lichkeiten für einen inhaltsreichen Ur¬laub und eine aktive Erholung an Land und am Meer mit wunderschönen Sand¬stränden, Sportplätzen und Tennisplät¬zen; man kann auch tauchen, für die Nautiker stehen Anlegeplätze in einem erweiterten Hafen bereit, und noch vie¬les mehr. Die Abend- und Nachstunden werden durch verschiedene Veranstal¬tungen im Zentrum des Ortes und auf den Terrassen der Hotels verschönert. Oberhalb von Baška Voda, auf den Hängen des Biokovo, gibt es zwei ver¬lassene kleine Dörfer Topići und Bast, in denen die alte rustikale Archi¬tektur der dortigen Ortschaften noch zu sehen ist, wie Kalksteinplatten auf den Dächern, Torbögen, Salzspeicher und Tavernen. In den letzten Jahren wurden viele alte Häuser renoviert, und man kann einige sehr attraktive Gasthäuser finden, die im rustikalen Stil der alten Tavernen eingerichtet sind, und die sich auf Aussichtspunk¬ten befinden, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick über das Feld Baško Polje auf Baška Voda, das Meer und die Inseln hat. Am Abend besu¬chen Touristen aus Baška Voda und anderen Orten der Riviera gerne diese Lokale, weil sie dort einheimische Spezialitäten probieren können, und in der gemütlichen Atmosphäre einen angenehm entspannenden Abend ver¬bringen. Unweit von Baško Polje in Rich¬tung Südosten liegt ein "Kinderdorf, das im Jahr 1958 für die Flüchtlinge aus Ungarn nach dem Aufstand von 1956 gegründet und erbaut wurde. Später hat man das Objekt renoviert, und heute befindet sich hier das Insti¬tut für Thalassotherapie der medizini¬schen Fakultät und der Klinik für Kin¬derkrankheiten aus Zagreb.

PROMAJNA

Aus einer kleinen Fischersiedlung am Ufer östlich von Baško Polje, das im 18. Jahrhundert von den Ein¬wohnern aus Basta und Podgora ge¬gründet wurde, hat sich in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine touristische Siedlung mit modernen Häusern, Villen und einem vielfältigen touristischen Angebot entwickelt. Die Ortschaft zählt 230 Einwohner. Seit kur¬zem gibt es hier ein neues Hotel "Conte". Dieser Ort ist ideal für einen Familien¬urlaub, besonders für Familien mit Kleinkindern, weil er einen wunderba¬ren Strand um die ganze Ortschaft hat. Im Jahr 2002 erbaute man im Ort auch eine Kirche, die den Allerheili¬gen geweiht ist.

BRATUŠ

Dieses typische Fischerdorf haben im 18. Jahrhundert einige Fami¬lien gegründet, die aus Podgora zuge¬wandert sind. Der Ortsname wurde schon 1674 erwähnt. Die Häuser sind hier auch mit weißen Kalksteinplatten bedeckt. Wegen seines harmonischen und malerischen Aussehens ist dies der ideale Urlaubsort für all jene, die Ruhe, eine angenehme Atmosphäre und einheimische Küche schätzen. Im Ort leben 50 Einwohner. Im Zentrum des Ortes gibt es einen schönen Platz zwischen den Häusern, der Kačićevi dvori genannt wird. Eine Bucht mit Sandstrand und einem klei¬nen Anlegehafen liegt direkt vor der Ortschaft.

KRVAVICA

Das ist eine kleine Siedlung an der adriatischen Touristenstrasse, die sich in den letzten Jahrzehnten sehr entwickelt hat, und die bis zur Bucht und dem Strand reicht, wo jetzt ein modernes Hotel "Krvavica" steht; hier können im kleinen Hafen Boote und Yachten anlegen. Oberhalb der alten Siedlung, auf einer Lichtung, erhebt sich wie ein Riese ein monolithischer Kalksteinfels, der wie eine natürlich geformte Skulptur aussieht, und seit je her "Babin zub" oder "Ključ" genannt wird ("Weiberzahn" oder "Schlüssel") Die Ortschaft haben ebenfalls eini¬ge Familien aus Podgora gegründet, die hierher gezogen sind, und erstmals erwähnt man sie im Jahr 1792. In der Nähe, bei Zakučje, liegt eine mittelal¬terliche Grabstätte.

TUČEPI

Der heutige Ort Tučepi hat sich erst in den sechziger Jahren enorm entwickelt, als man im kleinen Dorf Kraj am Ufer begann, Häuser zu bauen. Seit dem entwickelte sich die Ortschaft immer mehr, und heute ist es ein be¬kanntes touristisches Zentrum, ein Ge¬meindeort mit 1760 Einwohnern. Hier gibt es eine Marine für Fischerboote, Ausflugsboote und Yachten. Das erste Hotel "Jadran" inmitten eines herrlichen Fichtenwaldes, und mit Sandstränden und Kieselstränden, wurde schon 1950 erbaut. Im Jahr 1953 gründete man einen Fremdenverkehrsverein, und immer mehr Privathaushalte halten komforta¬ble Fremdenzimmer bereit. Heute gibt es hier noch die Hotels "Neptun" mit den Pavillons "Maslinik", die über einen großen Swimming¬pool im Freien verfügen, ferner auch das Hotel "Alga" mit einem Swimming¬pool, sowie die Appartements "Afrodita", das neueste Hotel "Laurentium" und Villa "Marija". Nahe am Hotel "Alga" liegt das Hotel "Kaštelet", das einst eine Sommerresidenz der Familie Grubišić aus dem Jahr 1766 war; der spätbarocke Bau wurde zu einem Hotel umgebaut. Für Sportfreunde gibt es hier einen großen und einige kleinere Fußballplät¬ze, das Tenniszentrum "Slatina" mit fünf Tennisplätzen, und ein breit gefä¬chertes Angebot für jedermann; der Strand mit seinen 3 km ist der längste an der Riviera von Makarska. Daneben gibt es eine wunderschöne Promenade in einer Fichtenallee. All dies trug be¬sonders in den letzten Jahren dazu bei, dass Tučepi immer wieder Preise für die hohe Qualität der Gastronomie und Dienstleistungen im Tourismus und für das gepflegte Aussehen des Ortes erhal¬ten hat. Der Tag der Gemeinde Tučepi wird am Festtag des hl. Antonius am 13. Juni begangen, und bis Ende Juni finden hier die traditionellen Treffen der Ge¬sangsgruppen ("klape") statt. Tučepi wird als Ortschaft erstmals in einer Ur¬kunde ("Kreševska povelja") im Jahr 1434 erwähnt. In der Nähe des Hotels "Neptun" liegt das kleine Kirchlein des hl. Georg aus dem 13./14. Jahrhundert, das auf den Fundamenten einer "villa rustica" aus dem 2. Jahrhundert errichtet wurde. Die Legende sagt, dass hier der Doge von Venedig, Petar Kandiano, begraben sein soll, der bei der verlorenen See¬schlacht mit den Neretvanern bei Makarska im Jahr 887 umgekommen ist. Drei Verteidigungstürme aus dem 18. Jahrhundert sind unter dem Biokovo auch noch erhalten: die Türme Šarić, Bušelić und Lalić, in den gleichnami¬gen Ortschaften, die zur Verteidigung vor den Türken dienten. Touristen aus dem Küstenland be¬suchen sehr oft alle Ortschaften in den Oberen Tučepi (Gornji Tučepi) wegen der wunderbaren Aussicht, der einhei¬mischen gastronomischen Spezialitä¬ten und Qualitätsweinen, die hier ange¬boten werden.

PODGORA

Das ist eine der malerischste Ort Schäften an der Riviera von Makarska. Zwischen den zwei Weltkrie¬gen gab es einige Siedlungen am Ufer, deren Einwohner meistens Fischer oder Seeleute waren, oder im Touris¬mus arbeiteten. Schon 1922 weilten in der Pension des ing. Slavko Mrkušić Touristen aus der Tschechoslowakei. Leider sind von der barocken Sommerresidenz nur noch ein Portal und eine kleine Kirche erhalten geblieben. Im Jahr 1923 gründete man hier die Gesellschaft zur Verschönerung der Ortschaft. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es dann schon einige kleinere Pen¬sionen und Hotels. Nach dem Erdbeben 1962, als die Häuser in Gornja Podgora ziemlich beschädigt wurden, begann eine intensivere Entwicklung des Ortes, und das war, neben dem Tourismus, ein aus¬schlaggebender Grund, den Ort aufzu¬bauen und sich hier anzusiedeln. Heu¬te ist Podgora eine Gemeinde mit 2880 Einwohnern. Mit der Zeit entwickelte sich der Ort zu einem sehr attraktiven touristi¬schen Punkt mit dem Hotel "Mediteran", das über ein Hallenbad verfügt, ebenso wie das Hotel "Aurora", dem Hotel "Podgorka" und den Apparte¬ments "Primordia", sowie dem Cam¬pingplatz "Sutikla". Der Hafen ist sehr malerisch, und hier ist auch die Uferpromenade, in de¬ren Mitte man 1994 ein Denkmal für den bekanntesten Bürger von Podgora, don Mihovil Pavlinović errichtet hat, einem Anführer der nationalern Bewegung, nicht nur in der Küstenregion von Makarska, sondern in ganz Dalmatien. Auf dem Hügel über dem Hafen steht das Denkmal "Die Möwen flügel" ("Galebova krila"), 1962 als Erin¬nerung an die Gründung der Kriegs¬marine im Zweiten Weltkrieg. Podgora wurde erstmals 1477 er¬wähnt. Das kleine Kirchlein der hl. Thekla steht am Friedhof; es wurde 1962 vom Erdbeben zerstört, ist aber heute wie¬der neu aufgebaut. Auf dem Friedhof liegt don Mihovil Pavlinović begra¬ben. 1964 wurde hier noch eine andere Kirche gebaut, die Maria Himmelfahrt geweiht ist. Der Fremdenverkehrsort Podgora hat die neuen Hotelbauten harmonisch in die schon bestehende Siedlung mit alten Fischerhäusern eingefügt. Podgora war schon immer ein be¬kannter Fischerort. Der Hafen ist heute nocn von von Schleppnetzfängern und anderen Fischerbooten, die der Ort¬schaft ein besonderes Flair verleihen. Östlich von Podgora liegt der Ort Čaklje, ebenfalls mit einem schönen Strand, und einem kleinen Hafen. Die Höfe sind voll von mediterra¬nen Pflanzen und Obstbäumen: Oran¬gen, Zitronen und Mandarinen. Die Einwohner Podgoras haben ihr altes Dorf unter dem Biokovo nicht ver¬nachlässigt. Sie haben eine Strasse hingeführt, versorgen die Olivenhaine und renovieren die alten Häuser ihrer Vorfahren; oft bringen sie ihre Gäste dorthin, um ihnen den schönen Ausblick zu zeigen, und sie mit einheimi¬schen Gerichten und Weinen zu ver¬wöhnen. Im alten Podgora steht eine schöne Kirche der Allerheiligen, wo man all¬jährlich das Fest des hl. Vinzenz am ersten Sonntag nach Maria Himmel¬fahrt feiert.

DRAŠNICE

Wenn man Podgora verlässt und über die touristische Strasse ostwärts fährt, öffnet sich vor unseren Augen auf dem Horizont Drašnička Vrulja mit schäumenden Quellen im Meer, und dem Ausblick auf die alte Siedlung Drašnice unter den Felsen des Biokovo, die vollkommen verlas¬sen ist, sowie auf einen Teil von Drašnice, der sich später dort entwikkelt hat. Der Ort hat heute 330 Einwohner, und ist ideal für einen geruhsamen Ur¬laub im Ambiente der älteren Fischer¬siedlung um den Hafen, und einer neu¬en Siedlung in Richtung Igrane. Nahe am lang gestreckten Strand liegt die Quelle Izbitac und auch hier stehen ei¬nige neu erbaute Häuser. Drašnice kannte man im Jahr 1477 unter dem Namen "Drašnica". Im Ort stehen einige ältere Kir¬chen: die Kirche des hl. Stephan auf Kolednik, die Kirche des hl. Georg aus dem 15. Jahrhundert nahe am Meer mit vielen Gedenksteinen, wo nach dem Erdbeben eine neue Kirche der Maria Empfängnis errichtet wurde (fertig ge¬stellt 1976), die Kirche des hl. Rochus bei der Quelle Izbitac am Meer, aus dem Jahr 1914, bei der sich in der Nähe die Ruinen der alten Kirche des hl. Ro¬chus befinden. Östlich vom alten Dorf steht die Kirche der hl. Katharina und etwas höher die Kirche des hl. Niko¬laus aus dem 18. Jahrhundert. Inmitten des alten oberen Dorfes, über der Strasse, steht die Kirche des hl. Georg aus dem Jahr 1891, die im Erdbeben 1962 sehr stark beschädigt wurde. Im Zentrum des Ortes sehen wir ein Denkmal für die Gefallenen im Zweiten Weltkrieg, und daneben ein Mosaik des Malers Joka Knežević aus dem Jahr 1981, der den Frauen vom Biokovo und ihrem Kampf während des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist.

IGRANE

Das ist eine malerische Ortschaft im Küstengebiet von Makarska. Eine Reihe von alten, aber renovierten Steinhäusern auf dem Steilhang bildet zusammen mit den neu erbauten Häu¬sern eine harmonische Einheit in die¬ser Ortschaft mit 400 Einwohnern, die zum Meer, dem Hafen, und einem lan¬gen Kiesel- und Sandsstrand hinabfallt. Über dem Ort dominiert ein schlanker Glockenturm der Kirche Madonna vom Rosenkranz, und sieht so aus, als wollte er die ganze Ortschaft beschützen. In der Nähe steht auch der Turm "Zalina kula", errichtet während des kandischen Kriegs, als eine Erin¬nerung an die Kämpfe gegen die Tür¬ken; in diesen Kämpfen tat sich Zale Ančić durch seine Tapferkeit beson¬ders hervor, und darum trägt der Turm auch seinen Namen. Igrane ist heute ein bekannter Frem¬denverkehrsort mit dem komfortablen Hotel "Punta" mit Hallenbad und Swimmingpool im Freien, sowie der Appartementsiedlung "Punta" mit herr¬lichem Strand, vielen sportlichen Ver-anstaltungen und anderen Darbietun¬gen. Am langen Strand entlang, in Rich¬tung Živogošće, an der Promenade rei¬hen sich behagliche Häuser und Villen, Cafes, Shops und Restaurants aneinan¬der. Igrane war einst ein traditionelles Olivenbaugebiet, und die Einwohner pflegen heute noch ihre Olivenhaine; im Ort wurde auch eine moderne Anla¬ge zur Verarbeitung von Oliven gebaut. Oberhalb von Igrane, in den Oli¬venhainen, steht die kleine Kirche des hl. Michael aus dem 11. Jahrhundert; sie ist das bedeutendste mittelalterli¬che Denkmal im Küstengebiet von Makarska. In der Nähe des kleinen Hafens wurde 1760 die barocke Sommerfri¬sche der Familie Šimić-Ivanišević ge¬baut. Die Sarkophage, die man auf dem Friedhof gefunden hat, zeugen vom Bestehen der Ortschaft schon in der Römerzeit, aber der Name Igrane wur¬de zum ersten Mal 1466 erwähnt. Oberhalb von Igrane, über der Nordseite des Biokovo, steht die alte Siedlung Gornje Igrane. Das war ein Bergdorf, aus dem die Einwohner all¬mählich zum Meer hin gezogen sind, wo sie ihr Land, Weinberge und Oli¬venhaine hatten. Einst war es fast un¬zugänglich, und dünn besiedelt, doch heute führt eine asphaltierte Strasse durch die Dörfer von Vrgorac nach Makarska.

ŽIVOGOŠĆE

Živogošće (460 Einwohner) ist ein bekannter Fremdenverkehrsort, der aus einigen kleineren Siedlungen zusammengesetzt ist, die direkt am Ufer liegen und die sich nach den sech¬ziger Jahren entwickelt haben: Porat, Duba und Blato. Die Siedlung wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Ein großes und komfortables Hotel "Nimfa" mit Hallenbad und offenem Swimmingpool, Tennisplätzen und an¬deren Annehmlichkeiten ist der Mittel¬punkt, und war der Anfang der touristi¬schen Entwicklung des Ortes Živogošće. In Dole befindet sich ein großer Autocampingplatz mit Tennisplätzen und vielen anderen Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Das Franziskanerkloster des hl. Kreuzes nahe am Hotel "Nimfa" wur¬de 1616 erbaut, und steht inmitten ei¬ner wunderbaren Natur, an der Stelle wo sich einst eine römische "villa rustica" befunden hat. Das heutige neu¬romanische Aussehen bekam das Klo¬ster beim Umbau im 18. Jahrhundert. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1766, und der Glockenturm aus 1733. Während der französischen Besatzung wurde das Kloster beschädigt, und erst Anfang des 20. Jahrhunderts reno¬viert. Im Kloster gibt es eine Biblio¬thek mit wertvollen Büchern und Do¬kumenten. In der Nähe des Hotels steht auch eines der schönsten und ältesten Denk¬mäler aus der Römerzeit. In einer Fel¬senklippe direkt am Ufer, am Platz ge¬nannt "Pokrivenica" steht in Stein ein Gedicht eingemeißelt, zum Lob und Dank für die erquickende Trinkwas¬serquelle. Diese Inschrift, die als ein Meisterwerk der römischen Dichtung gilt, spricht von den Eigentümern der Quelle, dem Ehepaar Lintinianus und seiner Frau Pelagia. Heute nimmt man an, dass es um das Jahr 350 entstanden ist.

DRVENIK

Die Siedlungen unter dem Biokovo, die einst zu Drvenik gehör¬ten, wurden allmählich verlassen, ins¬besondere als der Tourismus eine neue Existenzmöglichkeit bot. Die Einwoh¬ner siedelten sich am Meer in zwei Ort¬schaften an: Gornja Vala und Donja Vala, wo heute 480 Menschen leben. Das ist jetzt ein touristischer Ort mit allein, was die Gäste an sportlicher Be¬tätigung oder für ihre Erholung wün¬schen. Die Unterkunft findet man in gemütlichen Privatzimmern, Villen und Appartements, im Hotel "Qerqus" und in Pensionen. Aus Donja Vala, wo sich der Anle¬geplatz befindet, verkehrt eine Fähre nach Korcula und Sućuraj auf der Insel Hvar (35 nml) einige Male täglich, insbesondere während der Saison. Die Ort¬schaft hat einen schönen Strand, und bietet sonst auch viele Möglichkeiten für Sport und Spiel und Unterhaltung. Die ersten Siedlungen entstanden im 13. Jahrhundert. In der alten Ort¬schaft steht die Kirche des hl. Georg aus dem 15. Jahrhundert. Auf dem Hü¬gel oberhalb des Ortes steht die Fe¬stung Drvenik, die aus der Zeit der Türkenkriege stammt. Ein Haus am Ufer im Zentrum von Donja Vala, das direkt am Strand liegt, ist ein kulturhi¬storisches Denkmal, vor allem weil dort Mate und Stjepan Ivičević gebo¬ren wurden, bedeutsame Persönlich¬keiten aus der Vergangenheit dieses Ortes. Auf dem Haus kann man ihr Fa¬milienwappen sehen.

ZAOSTROG

Nach den archäologischen Funden war Zaostrog schon in der Römer¬zeit bewohnt, denn es wurden zahlrei¬che antike Denkmäler gefunden, unter denen auch das Relief des Gottes Mitra, und der Grabstein des Aurelius Veturius, die sich in der Klostersammlung be¬finden. Als im 7. Jahrhundert die Kroa¬ten hierher kamen, wurde die Ortschaft kroatisiert, und die bisherigen Einwoh¬ner assimiliert. "Ostrog" ist eine Fe¬stung, die sich hoch im Berg unterhalb von Mali Viter befindet, und gehört zu einer der vier Burgfestungen von "Pagania", der Stadt, die auch Kaiser Konstantinus Porphyrogenetus erwähnte. Im 15. Jahrhundert regierten Feudal¬herren über Zaostrog, und zwar eine kroatische Adelsfamilie, die Gebrüder Vlatković-Jurjević, die auf Viter, dem Berg über Zaostrog, eine Burgfestung besaßen. In der kroatischen und türki¬schen Sprache wurde Zaostrog erstmals im Jahr 1494 erwähnt. In der alten Ortschaft Zaostrog ste¬hen drei Kirchen, die alte gotische Kir¬che der hl. Barbara, das Kirchlein des hl. Rochus aus dem 17. Jahrhundert, und die etwas neuere Kirche der hl. Barbara aus dem Jahr 1872. Die Einwohner von Zaostrog be¬gannen schon im 17. Jahrhundert zum Meer überzusiedeln, um nach dem Erd¬beben von 1962 die alten Dörfer voll¬kommen zu verlassen, um im neuen Ort Zaostrog-Kraj im Fremdenverkehr tä¬tig zu werden. Am herrlichen, lang ge¬streckten Strand entlang, von Fichten umsäumt, nahe beim Hafen, der einst ein Stützpunkt der neretvaner Fürsten gewesen ist, bauten die Einwohner ne¬ben den alten Häusern auch viele neue. Heute ist Zaostrog ein bekannter Fremdenverkehrsort mit 350 Einwoh¬nern und ein beliebtes Ziel vieler Tou¬risten, die am herrlichen, langen Sandstrand und Kieselstrand inmitten einer Fichtenbaumallee ihren Urlaub verbrin¬gen; zum Angebot gehören auch der Campingplatz "Dalmacija" mit Pavil¬lons, und der Campingplatz "Viter", sowie gemütliche Privatvillen und zahlreiche Restaurants.

Das Franziskanerkloster

Das bedeutendste kulturelle, reli¬giöse und bildende Zentrum der obe¬ren Küstenregion von Makarska ist das Franziskanerkloster der hl. Maria, das von den Einsiedlermönchen des Au¬gustinerordens gegründet wurde. Nach dem Fall Bosniens unter die tür¬kische Macht haben die Mönche das Kloster verlassen, und sich auf die In¬seln zurückgezogen. Im Jahr 1468, dank der Hilfe des Feudalherren Vlatković-Jurjević siedelten sich die Mönche der bosnischen Provinz Bosna Srebrena wieder im Klo¬ster an, und blieben dort bis auf den heu¬tigen Tag. Aus der Zeit der türkischen Herrschaft stammt eine steinerne In¬schrift in der kroatischen Sprache und der sog. "bosanica", eine kroatischen kyrillischen Schrift aus dem Jahr 1589, die sich über dem Haupteingang zur Kirche befindet. Das "goldene Zeital¬ter" brach ffir das Kloster nach der Befreiung vor den Türken 1864 an. Das Kloster wurde erweitert, und seine Rol¬le als religiöse und bildende Führungs¬kraft immer größer. Da es damals noch keine anderen Klöster in der Küstenre¬gion gab, war sein Wirkungskreis umso größer. Um das Jahr 1599 umfasste es die ganze Region von Drvenik bis Slivno an der Neretva, einen großen Teil des Gebiets von Neretva bei Vrgorac, sowie den Teil der Herzegowina mit den Ort¬schaften Tihaljina, Veljaci, Grljevići, Ljubuški, Međugorje und Ćitluk. Heute gehören zum Kloster zehn Franziskanerpfarren, von Drvenik bis Baćin, Stablin-Plin, Vrgorac, Staševica und Metković. In der Klosterbibliothek befinden sich wertvolle Dokumente und Bücher aus der Vergangenheit der ganzen Re¬gion und des Klosters selber. Nennens¬wert sind ganz besonders 24 Inkuna¬beln, und die Schrift "De institutione" von Marko Marulić (1540). Im Archiv bewahrt man außerdem das älteste tür¬kische Dokument aus dem Jahr 1494 auf. Die bedeutendste und berühmteste Persönlichkeit des Klosters war fraglos Pater Andrija Kačić Miošić, ein kroati¬scher Dichter, Schriftsteller und Philo¬soph, der im benachbarten Brist gebo¬ren wurde, und in Zaostrog, im Kloster wo er lebte und wirkte, starb. Seine be¬sondere Popularität im kroatischen Volk erlangte er mit seinem Gedicht¬band "Genehme Gespräche des slawi¬schen Volkes" ("Razgovor ugodni naroda slovinskoga") in dem er den Kampf des Volkes an der Küste um das Überleben, und insbesondere gegen die Türken beschrieb. Es gab auch andere verdiente Fran¬ziskanermönche, die in diesem Kloster arbeiteten und lebten. Unter ihnen sollte man Pater Augustin Vlatković-Jurjević erwähnen, der aus einer Adelsfamilie stammte, und ein Wohltäter für das Klo¬ster und das Volk in den Krisenzeiten während der türkischen Herrschaft war; ferner Pater Bartul Kačić Žarković, Bi¬schof und Reformator der Diözese von Makarska, Pater Pavao Kačić Barišić, Provinzial und Gründer des Provinziatarchivs von Bosna Srebrena, Pater Filip Grabovac, Schriftsteller und patrioti¬scher Märtyrer. Das Kloster wurde einige Male zer¬stört und wieder aufgebaut. Schon im Jahr 1672 war es, zusammen mit seiner Kirche, ein bekannter Andachtsort. In der Kirche befindet sich ein barocker Chorstuhl, am Eingang stehen zwei Marmorbüsten der Dichter Andrija Kačić Miošić und Ivan Despot, beides Werke des Bildhauers Ivan Rendić aus dem Jahr 1889, während wir beim Ein¬gang zum Kloster das Denkmal des Al¬ten Milovan (alias A.K. Miošić) als Guslaspieler sehen können, das Ivan Meštrović im Jahr 1953 schuf. Im Kloster selber gibt es ein Kačić-Archiv, eine Bibliothek mit mehr als 20 000 Bänden, eine ethnologische Samm¬lung, eine Kunstsammlung und den bo¬tanischen Garten. Hier finden wir au¬ßerdem auch eine ständige Galerieaus¬stellung mit Gemälden des bekannten kroatische Malers Mladen Veža, der in Brist geboren wurde.

PODACA

in Fremdenverkehrsort bei der adriatischen Touristenstrasse 2 km von Zaostrog östlich in Richtung Gradac, bestehend aus drei kleinen Ortschaften: Kapeć, Viskovića vala und Ravanje, mit 660 Einwohnern. Die Einwohner sind vornehmlich im Tourismus beschäftigt, doch sie sind auch Fischer, und betreiben Land¬wirtschaft und Olivenbau. Zum touristischen Angebot zählen gemütliche, komfortable neue und alte Häuser und Villen, der Campingplatz "Uvala borova", und die Apparte¬mentsiedlung "Morenia", sowie eini¬ge Restaurants. Die alte Siedlung Podaca unter den Felsklippen des Biokovo, aus der die Einwohner, wie übrigens aus allen an¬deren Bergdörfern, allmählich zum Meer übersiedelten, sind beinahe voll¬kommen verlassen. Sie wurde zum er¬sten Mal im Jahr 1477 erwähnt. Auf dem Berg in der alten Siedlung unter dem Gipfel wurde ein Turm zur Verteidigung vor den Türken errichtet, und nahe daran befindet sich die Kir¬che des hl. Johannes auf dem Friedhof, die von der Adelsfamilie Kačić gebaut wurde. Zusammen mit der Kirche des hl. Georg in Tučepi und der Kirche des hl. Michael in Igrane ist sie ein bedeu¬tendes Denkmal der frühmittelalterli¬chen Architektur am Übergang vom 12. zum 13. Jahrhundert. Beim Eingang steht ein Grabstein mit den Namen der Familie Kačić, und in der Nähe sehen wir auch eine mittel¬alterliche Grabsäule. Die Kirche des hl. Stephan aus dem Jahr 1492 wurde im 18. Jahrhundert zerstört. An ihrer Stelle errichtete man 1772 die heutige Kirche. Nach dem Erdbeben im Jahr 1962 wurde nahe am Meer eine Kirche der Maria Verkündi¬gung erbaut.

BRIST

Östlich von Podaca in Richtung Gradac liegt Brist direkt am Meer (450 Einwohner). Hier gibt es Unter¬kunftsmöglichkeiten in Privathäusern, Appartements und der Villa "Lidus". Die Einwohner sind meist Fischer oder Landwirte. Heute werden alte Olivenhaine wieder verjüngt, und neue Bäume gepflanzt. Die Ortschaft Brist wurde 1571 erstmals schriftlich erwähnt, ist aber bedeutend älter, wovon die archäolo¬gischen Funde zeugen. Im alten Dorf steht die Kirche der hl. Margarete, von der man annimmt, dass sie aus dem 15. Jahrhundert stammt. In der Apsis befinden sich Grabsteine und Inschriften der Familie Kačić. In einem der Steinhäuser in der Nähe der Kirche soll der Überliefe¬rung nach Andrija Kačić Miošić zur Welt gekommen sein, einer der be¬kanntesten kroatischen Dichter, und Autor des Gedichts "Genehme Ge¬spräche des slawischen Volkes" ("Razgovor ugodni naroda slovinskoga"). Vor dem Haus steht eine kleine Mauer mit einer Gedenktafel. Das Denkmal des Paters Andrija Kačić Miošić steht auch auf der Ostmauer der neueren Kirche der hl. Margarete aus dem Jahr 1870 in der neuen Siedlung Brist. Das ist eine Bronzefigur des großen kroati¬schen Bildhauers Ivan Meštrović, die 1960 aufgestellt wurde. In Brist steht noch am Ufer die klei¬ne Kirche des hl. Antonius aus dem Jahr 1807. Die kleine Ortschaft Brist unter dem Biokovo, wie auch das ganze üb¬rige Küstengebiet von Makarska, ist ganz besonder stolz auf seinen "Alten Milovan", wie der Dichter A.K. Miošić sich selber nannte. Auf dem gleichnamigen Platz in Makarska steht seit 1890 sein Denkmal, ein Werk des Bildhauers Ivan Rendic. Als das Denkmal aufgestellt wurde, war eine noch nie gesehene Menschenmenge zugegen, und das Ereignis selbst be¬flügelte die kroatische Wiedergeburts-bewegung aufs Neue, sowohl in Dalmatien, als auch im ganzen übrigen Kroatien. In Brist wurden einige andere be¬deutende Persönlichkeiten der kroati¬sche Kultur geboren, darunter der Dichter, Dramatiker und Essayist Srećko Diana, sowie Mladen Veža, ei¬ner der größten lebenden kroatischen Maler, der eine große Anzahl seiner Werke mit Motiven aus Brist dem Klo¬ster in Zaostrog geschenkt hat, wo sie in einer ständigen Ausstellung zu se¬hen sind.

GRADAC

Ganz am Ende der Riviera von Makarska, oder an ihrem Anfang, wenn man vom Osten kommt, liegt Gradac, die größte Ortschaft der obe¬ren Küstenregion von Makarska, und ein Gemeindezentrum mit 3 615 Ein¬wohnern. Der herrliche Strand Gornja vala, südlich vom Hafen, und der längste an der ganzen Riviera, bei dem sich Gra¬dac entwickelt hat, zog nicht nur die Einwohner aus der alten Siedlung Gra¬dac hinunter ans Meer, sonder ist auch ein Magnet für viele Touristen, die heute hierher kommen. Das erste Hotel wurde schon 1919 errichtet. Heute gibt es hier, neben den Privatunterkünften in Häusern, Villen und Appartements auch das Hotel "Labineca" auf dem Strand Bošac, das über ein Hallenbad und einen Swim¬mingpool im Freien verfügt, das Hotel "Laguna", die Appartementsiedlung "Labineca" und das Hotel "Marko Polo". In Gradac begann sich der Touris¬mus schon vor dem Ersten Weltkrieg zu entwickeln, und insbesondere in den sechziger Jahren, als es auch in Europa zu einer Massenbewegung im Fremdenverkehr kam. Die Einwohner befassen sich tradi¬tionell mit Landwirtschaft, Fischfang und Olivenanbau, und heutzutage auch immer mehr mit dem Tourismus. Heute zählt Gradac zu den bekann¬teren Fremdenverkehrsorten, mit ei¬nem vielfältigen und breit gefächerten Angebot zur Erholung, oder sportli¬cher Betätigung. Die archäologischen Funde zeu¬gen von seiner Vergangenheit in der Römerzeit, im Mittelalter und bis zur Neuzeit. Kaiser Konstantius Porphyrogenetus erwähnte im 10. Jahrhundert die mittelalterliche Stadt Lapčanj (Labinac), und von ihr sprach auch König Ostoja im Jahr 1417 als vom "oppidum Labcian". Das alte Lapčan änderte im 17. Jahrhundert seine Verteidigungs¬position und den Namen in Gradac. Im kleinen, verlassenen Dorf Čista oberhalb von Gradac war der Sitzt des einstigen Bezirks von Fra Gustin. Auch die Ruinen der alten Burg aus dem 16. Jahrhundert sind erhalten ge¬blieben, sowie die wertvollen sakralen Denkmäler, die Kirche des hl. Michael aus dem 19. Jahrhundert, und die Kir¬che des hl. Antonius auf dem Friedhof, aus dem 18. Jahrhundert.

NATURPARK "BIOKOVO"

Im Jahr 1981 wurde der Bergmassiv Biokovo zum Naturpark erklärt, wegen der außerordentlich wertvollen geomorphologischen Formen, verschi¬edenartigsten Tiergattungen und Pflanzengattungen, sowie der natürlichen Schön-heit auf einer Fläche von 19 550 ha. Auf verschiedenen Höhen und un¬ter vielerlei Umständen entwickelten sich diverse Formen der Vegetation, an¬gefangen bei der mediterranen bis zur alpinen. Zu den bekanntesten endemi¬schen Pflanzen zählt die Biokovo-Glockenblume (Edraianthus pumilio). Hier leben auch seltene oder selten ge¬wordene Tierarten wie der Steinadler und Gänsegeier, der Wolf, das Wild¬schwein, Gamsen und Muflone, die ih¬ren Lebensraum in diesem eindrucks¬vollen Bergmassiv gefunden haben. Hier findet man auch verschiedenartig¬ste Felsenformen, Klüfte, Höhlen, die einige hundert Meter tief sind, Talsenkungen und Mulden, in denen heute noch die bekannte Kartoffelsorte vom Biokovo angebaut wird, ein wirklicher Leckerbissen, den Sie probieren kön¬nen, wenn Sie sich entschließen, diesen Berg nahe am Meer zu besuchen, der unzählige Möglichkeiten für einen akti¬ven Urlaub bietet. Bis zum Gipfel Sveti Jure auf 1762 m Höhe führt ein asphaltierter Weg, an den Überresten der einstigen Siedlun¬gen vorbei, und mit wundervollen Aus¬sichtspunkten, von denen aus man bis nach Split, Neretva, die Inseln Brač, Hvar, Korčula, Vis und Mljet, der Halb¬insel Pelješac, Imotski, Ljubuški und Vrgorac sehen kann; wenn die Luft nach dem Regen sehr klar ist, sieht man sogar bis nach Italien. Ein Bestandteil des Naturparks Biokovo ist auch der botanische Garten Kotišina über dem gleichnamigen Dorf unter dem Bioko¬vo, 3 km von Makarska entfernt, auf ei¬ner Fläche von 16,5 ha, wo man hunder¬te von Pflanzenarten bewundern kann, die auf diesem Gebiet gedeihen.

SPORT UND ERHOLUNG

In Makarska gibt es zahlreiche Sportplätze für die verschieden¬sten Sportarten. Auf dem Sportzen¬trum in Osejava finden Sie Fußball¬plätze, Rugbyplätze, Korbballplätze, Handballplätze und Tennisplätze, Athletikgelände und Plätze für Minisportarten. Das Tenniszentrum Lučić verfügt über 9 Tennisplätze im Freien und zwei Hal¬lentennisplätze. In den Hotels auf der Riviera von Makarska gibt es insge¬samt sieben Hallenschwimmbäder und elf Swimmingpools im Freien, worunter sich auch das medizinische Rena-Zentrum Biokovka befindet, mit einem Hallenbad und dem modernsten Fitnesscenter, sowie einer kompletten Physiotherapie; das Hotel "Dalmacija" verfügt über einen offenen Swim¬mingpool. In Makarska sind 20 Sportclubs und Vereine aktiv tätig. Der Angler¬verein "Arbun" und Segelverein "Bura", ein Ruderclub, Wasserball¬club und viele andere organisieren zahlreiche Wettkämpfe und Veran¬staltungen in der Saison, und sind auch ein Teil des Kultursommers von Ma¬karska. In den letzten Jahren besteht ein großes Interesse für die sog. extremen Sportarten: Paragliding, Felsenbestei¬gung, Bergsteigen, Mountainbiking, Trekking, Erforschung von Höhlen, und als Wassersportarten Windsur¬fing, Tauchen und Parasailing. Aktiv sind hier vor allem die Ru¬derclubs, Segelclubs und Angelclubs. Es wird auch der Bau eines attraktiven Schi-zentrums auf dem Biokovo projektiert.

VERANSTALTUNGEN UND UNTERHALTUNG

In allen Orten auf der Riviera von Makarska werden während der Sai¬son viele Veranstaltungen abgehalten: kulturelle, unterhaltsame, sportliche, sowie Wettbewerbe aller Art. Das sind die Tage der traditionellen Volksfeste, wenn die Schutzheiligen der jeweiligen Orte, oder geschichtliche Festtage ge¬feiert werden. In Brela verehrt man den hl. Stephan, als auch der Tag der Ge¬meinde begangen wird, in Baška Voda ist es der hl. Nikolaus, in Makarska hl. Clement, in Tučepi hl. Antonius und der Tag der Gemeinde, in Podgora hl. Vinzenz, in Drvenik hl. Rochus, in Podaca das Fest des hl. Stephan, in Brist hl. Margarete und in Gradac das Fest "Adio lito" ("Sommer ade"). Neben den Feiertagen und Volksfe¬sten werden gewöhnlich auch die sog. "Fischernächte" und andere unterhalt¬same oder sportliche Veranstaltungen organisiert, die in den Häfen, auf den Stränden oder den Hotelterrassen statt¬finden. In Makarska laufen alle Veranstaltungen unter dem Namen "Kultur¬sommer von Makarska", und die mei¬sten Besucher finden sich bei den Fi¬schernächten, dem Sommerkarneval oder in der "Nacht der Kalelarga" ein. Es gibt natürlich auch zahlreiche andere Vorstellungen mit klassischer oder Un¬terhaltungsmusik, wenn bekannte Singgruppen, sog. "klape", Sänger oder Folkloregruppen aus dem In- und Aus¬land auftreten. Sie werden meist auf dem Kačić-Platz, der Riva oder auf an¬deren offenen Bühnen abgehalten, wie z.B. vor der Kirche des hl. Petrus auf der gleichnamigen Halbinsel, dem Tin-Ujević-Platz, in der Kirche des hl. Phili¬pin und anderen. In den anderen Orten der Riviera gibt es natürlich auch derar-tige Veranstaltungen, Happenings, Fe¬ste und Konzerte im Hafen, auf den Plätzen, Hotelterrassen oder besonders dafür aufgebauten Bühnen, wo gerne die bekanntesten Namen der Unterhal¬tungsbranche, Theatergruppen, Folklo-reensembles und viele andere auftreten.

GESUNDHEIT

Die Poliklinik in Makarska bietet alle medizinischen Dienst¬leistungen, und verfügt über einen Notarztdienst und private Speziali¬sten. Biokovka ist ein medizinisches Reha-Zentrum mit Hallenschwimm¬bad, einer modernen und kompletten Physiotherapie sowie einem Well¬nesscenter und Fitnesscenter.

AUSFLÜGE

Die Riviera von Makarska ist ver¬kehrsgünstig gelegen, und er¬möglicht durch ihre geografische Lage den Gästen angenehme Halbtagsflüge und Tagesausflüge, bei denen sie viele Möglichkeiten haben, die Naturschön¬heiten, Kulturdenkmäler und viele Orte an Land oder auf den Inseln zu besuchen, und den Naturpark "Biokovo" zu besichtigen. Für die Gäste der Riviera ist ein Ausflug auf den Biokovo bestimmt sehr interessant, weil der Berg das ganze Küstengebiet überragt, aber schön sind auch Ausflüge zu den benachbarten In¬seln. Von jeder Ortschaft der Riviera aus gibt es gut gekennzeichnete Wan¬derwege zu den Hängen und Gipfeln des Biokovo und dem Berg Rilić planina. Mit dem Auto kann man bis zum Gipfel sv. Jure (1762 m) in einer halben Stunde kommen (etwa 31 km), von wo aus man eine herrliche Aussicht auf die Inseln, die Städte am Meer bis hin nach Split, und auf das Landesinnere hat. Auf diesem Weg, in Gornje Tučepi, gibt es einige Restaurants, und auf dem Pass Staza (897 m) liegt das Restaurant "Vrata Biokova" (Das Tor von Bioko¬vo). Auf dem Weg zum Gipfel steht fer¬ner auch eine Berghütte. Am gleichen Weg, über Gornje Tučepi, führt auch die Strasse weiter zum Wallfahrtsort Međugorje (64 km), über Duge Njive (22 km) mit einigen Restaurants, die einheimische Spezialitäten anbieten, Vrgorac (36 km), wo der Dichter Tin Ujević geboren wurde, und Ljubuški (54 km). Im Landesinneren kann man noch die Ausflüge nach Mostar (91 km), Metkovic (73 km), Vid (das antike Narona, 77 km), Imotski (64 km), Trilj (80 km) und Sinj (92 km) empfehlen. Entlang der Küste fährt man bis Dubrovnik (185 km), der Mündung der Neretva (62), nach Ploce (55 km), den Seen Baćinska jezera (55 km), weiter bis zur Mündung der Cetina bei Omiš (37 km), Split (61 km), Solin (das antike Salona, 66 km), Kaštela, Trogir (83 km) und Šibenik (136 km), wo der National¬park Krka mit den Wasserfällen der Krka beginnt (158 km). Sehr attraktiv sind auch die Ausflü¬ge zu den Inseln, zu den bekannten tou¬ristischen Orten auf Hvar und Brač (Hvar, Stari Grad, Jelsa, Bol u.a.). Be¬sonders interessant sind auch die Aus¬flüge in die Inselbuchten, wo Picknicks mit Fischspezialitäten veranstaltet wer¬den, und wo man die romantische und wunderschöne Natur bewundern kann.

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